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Timanfaya

Der Timanfaya Nationalpark im Südwesten der Insel erstreckt sich über 51 km², von der Ortsgrenze Yaiza bis zum Montaña Timanfaya, die Westgrenze bildet der Atlantik. Hier entstanden, in den Jahren 1730~1736, 32 Vulkankegel. Diese Ausbrüche im 18. Jahrhundert waren, nicht nur wegen der großen Menge der ausgespienen Lava, sondern auch wegen der langen Dauer, mit die bedeutendsten in der Geschichte des Vulkanismus, da zu den Ausbrüchen an Land auch noch zahlreiche Seebeben hinzu kamen.

Timanfaya Nationalpark

Die Vulkane, die den Timanfaya-Nationalpark bilden, gehören zur so genannten Hawaii-Gruppe. Diese bilden in großen Höhen riesige Aschesäulen, die Lapillis ( hier Picon genannt), die vom Wind verweht, weite Flächen und Hänge alter Krater bedeckt haben. Diese durch den Ascheregen gebildete Fläche, nennt man Valle de la Tranquilidad (Tal der Ruhe). Das Zentrum des Ausbruchs lag am Maciso del Fuego (Feuer-Massiv), welches 525 Meter hoch aufragt. Dieser Vulkan ist von Schlacke und Asche bedeckt, die von den Ausbrüchen des 18. Jahrhunderts stammen. Allerdings stellte man fest, dass der Bergrücken, der immer noch enorme Hitze ausstrahlt, aus sehr alter Lava besteht, die zu dem Berg Timanfaya gehört. Der imposante Vulkankrater Corazoncillo, der größte Explosionskrater Lanzarotes, besitzt einen Kessel (Caldera), dessen Tiefe etwa 100 Meter unter die Oberfläche geht. Die Lava dieses Vulkans begrub damals das Dorf Timanfaya.

Nur sehr langsam hat sich auf dem entstandenen Malpaís (schlechten Land) wieder etwas Vegetation gebildet. Man kann an einigen Orten Flechten oder kleine Sukkulente und viele niedrige dornige Sträucher entdecken.

Diese Sträucher werden von der Parkverwaltung verwendet, um die hohe Temperatur des Erdbodens im Bereich des Islote de Hilario zu demonstrieren. Das in ein Loch im Boden gestopfte, trockene Geäst geht sofort in Flammen auf. Bei einer weiteren beeindruckenden Demonstration wird Wasser in ein senkrecht im Boden eingelassenes Rohr gegossen. Da die Temperatur etwa 10m unter der Erdoberfläche über 400 °C beträgt, entsteht eine explosionsartig empor schießende Dampffontäne. Westlich des Hauptkraters des Montaña del Fuego beträgt die Temperatur in 27 Metern Tiefe etwa 700 °C. Der Islote de Hilario, wurde nach einem Mann namens Hilario benannt, der der Sage nach wie ein Einsiedler in diesem Felseneiland allein mit seinem Kamel lebte. Man erzählt, dass Hilario einen Feigenbaum gepflanzt hatte, der, obwohl er Wurzeln schlug, niemals Früchte trug, weil die Blüte sich nicht von Flammen ernähren konnte. Hier wurde von César Manrique das runde Restaurant El Diablo (Der Teufel) mit Kochstelle über einem heißen Erdloch errichtet.

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